The Insiders: Krups Intuition EA8738

Selten habe ich mich über die Meldung „5 Stopps entfernt“ so sehr wie gefreut wie heute.

*** Produkttest *** Werbung ***

Nach meiner Bestellung am Monat gab es zunächst eine Ankündigung von Amazon, dass mein Produkt mich am Dienstag bis 22 Uhr erreichen würde. Also wartete ich gespannt am Dienstag bis irgendwann abends die Meldung von Amazon kam, dass es zu Verzögerungen kommen würde und sich die Zustellzeit ändern würde. Sollte ich bis zum Samstag nichts gehört haben, könnte ich die Rückerstattung anfordern. Zum einen wollte ich keine Rückerstattung, sondern mein Produkt und zum anderen hatte ich das von Amazon noch nie erlebt.

Heute Morgen nun kam glücklicherweise die Nachricht, dass das Gerät heute bis 22 Uhr geliefert werden würde. Aber die Nachricht kannte ich nun ja bereits von Dienstag, also war ich nur sehr vorsichtig optimistisch.

Und nun ist es so weit und ich kann sehen, wie es langsam immer dichter kommt. Ein verrückter Service, den ich auch schon von der Post und DPD kenne und erschreckend wie genau man sehen kann, wer denn alles in der Nachbarschaft heute ein Paket geliefert bekommt 😊

Ich hoffe sehr, ich habe mich nicht zu früh gefreut und der Fahrer muss wegen gefluteter Straßen umkehren.

Aufbauen und der erste Eindruck

Von den Abmessungen her ist die Krups ziemlich ähnlich wie die anderen Vollautomaten in dem Segment. Neben unserer alten Maschine ist sie ein wenig schmaler, dafür aber ein Stückchen höher. Die genauen Maße sind wie folgt: 36,5 cm hoch, 24 cm breit und 40 cm tief. Sie passt somit also auch in kleinere Küchen und passt auch wunderbar unter Oberschränke. Mit 8,2 kg ist sie auch nicht so schwer, dass frau sie nicht alleine irgendwo hintragen kann. Und auch das macht man ja nicht jeden Tag, sondern höchstens mal zum putzen oder wenn man die Gerätschaften in der Küche um positionieren will.

Mein erster Eindruck war auf jeden Fall beeindruckt, weil die Maschine sehr elegant wirkt. Viel schwarz, dezent glänzend, schick. Gut passt dazu auch die Abdeckung des Bohnenfaches, das transparent aber dennoch recht dunkel ist und dadurch nicht viel zeigt. Alles wirkt durchdacht, recht wertig und intelligent designt.

Wer Oberschränke hat, muss bedenken, dass die Positionierung des Wassertanks an der Rückseite des Gerätes anfangs ein wenig friemelig sein kann und sollte ggf. messen, wenn seine Küche nicht den üblichen Standards entspricht oder wenn aufgrund geringerer Körpergröße auch an der Höhe der aufgehängten Oberschränke etwas angepasst wurde.

Besonders freut mich das Fach für die Kaffeekuchen, denn es bleibt absolut trocken. In unserer alten Maschine war das nicht der Fall, sodass die Feuchtigkeit auch ganz fix zu Schimmelbildung führte. Das ist hier erfreulicherweise nicht der Fall.

Das Display ist gestochen scharf und schnell genug. Es ist zudem absolut intuitiv aufgebaut und somit sofort bedienbar. Alle relevanten Schritte, ob Inbetriebnahme, Zubereitung von Getränken, Anlegen von Favoriten oder auch die Schritte einzelner Reinigungsprozesse sind gut erklärt.

Ein Handbuch findet sich in gedruckter Form in einer kleinen Stofftasche dabei. Für die erste Einrichtung benötigt man es jedoch nicht und auch später hatten wir eigentlich Bedarf, hinein zu schauen. Die erste Einrichtung erfolgt ganz einfach per Display und auch alle weiteren Schritte werden ausreichend erklärt, sodass man das Handbuch zunächst getrost beiseite legen kann.

Wasserhärtegrad & Temperatur

Je nach Wasserhärtegrad ist es notwendig einen Filter zu benutzen, welcher auch dabei liegt und einfach in den Wassertank eingeschraubt werden kann. Was die Temperatur betrifft scheiden sich die Geister, denn die Einstellung geht für Wasser und Kaffee getrennt von T1 bis T3, wobei T3 die heißeste Einstellung ist. Für einen normalen Kaffee, Espresso etc. ist das auch genau richtig. Möchte man jedoch ein Milchhaltiges Getränk zubereiten, muss man bedenken, dass die Milch aus dem Kühlschrank möglicherweise – je nach Menge – zu kalt sein könnte. Hier ist entweder etwas Planung notwendig, in dem man die Milch bereits einige Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holt oder man findet sich damit ab, dass man einen Cappuccino oder Latte Macchiato sofort trinken muss. Lässt man ihn stehen, wird es durch die kühle Milch sehr schnell lauwarm und schmeckt dann nur noch mittelmäßig.

Beobachten muss ich die nächsten Tage die Abtropfschale, denn diese ist sehr klein und wurde nach unseren ersten Tests sehr voll. Zum Teil war es wirklich unmöglich, die Schale zum Waschbecken zu bringen ohne dass es tropfte. Für mich ist das zum einen unverständlich und zum anderen ärgerlich. Noch weiß ich nicht ob wir etwas verkehrt gemacht haben oder wir hier einen Designfehler haben.

Bei anderen Maschinen hatten wir bereits den Fall, dass das Netzkabel extrem kurz war. Dies ist hier nicht der Fall. Die Länge ist absolut ausreichend, auch wenn die Steckdose nicht ganz genau in der Nähe ist.

Bedienung

Wie immer gilt, je besser die Bohnen, umso besser der Kaffee. Meistens trinken wir Kaffee von Dallmayr, weil dieser immer eine gleichbleibend gute Qualität hat, überall zu bekommen ist und auch der Preis passt. Wir unterstützen jedoch auch die eine oder andere kleinere Kaffeerösterei und hatten für unseren Test einige neue Bohnen geordert.

Die korrekte Ermittlung des Mahlgrades inklusive vernünftiger Crema passte nach wenigen Versuchen. Der Mahlgrad lässt sich innerhalb des Bohnenfaches über einen kleinen Drehregler einstellen. In das bohnenfach selbst passt reichlich hinein. Nachgemessen habe ich nicht, aber einmal gefüllt hat es für mindestens 20 unterschiedliche Heizgetränke gereicht.

Der Aufheizprozess sowohl für Kaffee wie auch für Milchschaum dauert überhaupt nicht lange. Gestoppt habe ich die Zeit nicht, aber da die Zubereitung eines kompletten Cappuccinos nur knapp 1 Minute dauert, kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viel Zeit davon aufheizen, malen, etc. ist.

Zum eigentlichen Bedienen kann ich gar nicht so viel sagen: Wasser rein, Bohnen rein, Getränke aussuchen, Knopf drücken, warten. Natürlich kann man die Stärke des Kaffees auswählen und die Menge in ml oder als M, L oder XL. Dafür muss man die Inhalte der eigenen Gläser kennen oder ein wenig herum probieren. Bei uns hat fast überall mit handelsüblichen Gläsern die mittlere Größe (L) gepasst. Bei den ml-Angaben waren wir mit 180 ml für einen Long Coffee immer gut dabei.

Sollte es sich um ein Milchhaltiges Getränk handeln, ist zuvor die Milch aus dem Kühlschrank zu holen und der Milchschlauch mit der einen Seite ans Gerät anzustecken und mit der anderen in die Milchpackung oder den Milchbehälter der Kaffeemaschine einzuführen. Der Rest passiert von alleine.

Wenn man keine Sauerei haben möchte, sollte man zum einen darauf achten, dass noch genügend Milch im Behälter ist, damit keine Luft gezogen werden kann und zum anderen die Düsen so positionieren, dass sie knapp über dem Becher / der Tasse positioniert sind. Egal ob normale Milch von der Kuh oder Mandelmilch, beides ergibt einen schönen festen feinporigen Milchschaum und einen wunderbaren Cappuccino oder Latte Macchiato.

Favoriten lassen sich mit wenigen Klicks anlegen – am einfachsten geht es wenn man bereits ein Getränk zubereitet hat, in dem man ganz am Schluss auf das Herzsymbol klickt.

Reinigung

Vorab ein Punkt, den ich mir gewünscht hätte: die Reinigung des Milchschlauchs. Diese gibt es nicht automatisch, sondern ausschließlich manuell. Die Düsen etc. werden jedoch, wenn man es wünscht, nach jeder Zubereitung eines Milchhaltigen Getränkes gespült. Zusätzlich wird man nach einer gewissen Anzahl an Durchgängen ausgefordert, die Düsen abzubauen und zu zerlegen und manuell zu reinigen. Durch die Beschreibung mit Bildern auf dem Display ist das auch sehr einfach und ganz fix gemacht.

Negativpunkte

Die gibt es leider auch: zum einen spritzt die Maschine ein wenig, wenn man Milchhaltige Getränke zubereitet, was ich gerade bei Gläsern schade finde, da sie dann immer ein wenig bematscht ausschauen. Für die Gäste muss man dann unauffällig nachpolieren.

Zum anderen ist die Abtropfschale ganz schnell wahnsinnig voll. Warum sie so voll wird, obwohl wir immer etwas unter dem Auslauf stehen haben, ist mir noch nicht ganz klar. Und den Transport zum Spülbecken in der flachen Abtropfschale finde ich sehr unangenehm.

Was super blöd gelöst ist, ist der Spülvorgang, wenn er unterbrochen werden muss, weil entweder Abtropfschale oder Kuchenbehälter voll sind. Ich hatte den Fall, dass die Maschine nach der Zubereitung spülen wollte und ich dies bestätigt hatte. Dann wurde der Spülvorgang unterbrochen, weil die Maschine gereinigt werden wollte.

Als ich den Kaffeekuchenbehälter geleert und wieder zurückgeschoben hatte, nahm ich die Abtropfschale heraus und wollte diese ebenfalls leeren. Während ich am Spülbecken stand, setzte die Maschine plötzlich den Spülvorgang (ohne Abtropfschale) fort. Wäre ich nicht so fix da gewesen, um einen Becher unterzustellen, hätte die Maschine mir die Arbeitsplatte und sich selbst geflutet. So gingen nur ein paar wenige Tropen daneben.

Das sollte dringend durch ein Update gefixt werden. Bei einem unterbrochenen Reinigungsvorgang sollte noch einmal kurz durch den Nutzer am Display bestätigt werden, dass alles wieder am Platz ist, wenn schon kein Sensor verbaut ist, der es eigenständig feststellen kann.

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Fazit

Vorteile

  • Tolle Crema und Milchschaum, erstklassiger Kaffeegenuß
  • Einfache Bedienung
  • Leises Mahlwerk

Nachteile

  • Reinigungsvorgang „gefährlich“
  • Spritzen beim Herstellen von Milchschaum
  • Temperatur könnte heißer sein

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